Kreative Kommoden mit Serviettentechnik

Kennt ihr das auch? Irgendwie wirkt ein Einrichtungsgegenstand plötzlich langweilig und völlig unkreativ und es juckt euch in den Fingern etwas damit zu machen? In meinem Fall waren das kürzlich unsere kleinen alten Ikea-Kommoden, die mir nach unserem Umzug in das neue Haus plötzlich so ein Dorn im Auge waren. Ich war schon am überlegen Sie ganz rauszuschmeißen, zumal wir sie immer nur für Papierkram verwendet haben. Da kam mir die Idee sie mit der Serviettentechnik kreativ aufzupeppen. Wenn Ihr die Serviettentechnik noch nicht kennt, dann wird es höchste Zeit, denn damit kann man günstig und schnell seiner Einrichtung einen ganz individuellen, kreativen Look verpassen.

Ihr braucht:

  • eine ganz normale Papierserviette, in einem Muster, das euch gefällt/in einer Farbe die euch gefällt
  • Bleistift
  • Pinsel
  • Schere
  • Serviettenkleber und Lack
  • eine langweilige alte Kommode

Serviettenkleber und Lack bekommt ihr in jedem Bastelgeschäft in der Tube. Es sind keine zwei verschiedenen Flüssigkeiten, sondern sozusagen 2 in 1 Kleber und gleichzeitig Lack. Anderen Kleber kann man für die Technik leider nicht nehmen! Es gibt für feste Gegenstände übrigens einen anderen Serviettenkleber als z. B. Für T-Shirts oder Kerzen, also passt auf beim Kaufen.

Und so geht’s:

1. Überlegt euch, welche Fläche ihr mit der Serviette verschönern wollt. Bei mir war das eine kleine Ikea-Kommode mit Schubladen. Zuerst fertigt ihr Schablonen der Flächen an, die später mit der Serviette beklebt werden sollen. Dafür reicht einfaches Papier oder auch Pappe, je nachdem womit ihr besser zurecht kommt.

2. Als Nächstes schneidet ihr mit Hilfe der Schablonen aus eurer Serviette die richtige Passform aus. Dann wird es knifflig. Für die Serviettentechnik wird nämlich nicht die ganze Serviette verwendet, sondern nur die oberste dünne Lage. Wenn ihr mal näher hinschaut, werdet ihr sehen, dass Servietten meistens aus zwei oder drei Lagen bestehen. Ihr müsst nun die ganz oberste, dünne Lage, die mit dem Muster bedruckt ist, von den anderen trennen. Das braucht etwas Fingerspitzengefühl, also nicht gleich die Geduld verlieren! Es kann sein, dass ihr mehrere Anläufe dafür braucht, weil die Serviette reißt.

3. Jetzt geht es ans Kleben! Ein paar Tupfer Kleber auf euren Gegenstand (in meinem Fall die Kommode) geben und mit dem Pinsel gut verteilen. Nun wird die Serviette aufgelegt. Wenn Luftlöcher entstehen, zieht nicht zu stark an der Serviette, weil sie sonst einreißen könnte. Sie lassen sich am besten mit dem Pinsel herausstreichen. Ihr müsst nun sowieso noch einmal mit dem Kleber die Serviette von außen bestreichen, damit sie auch hält. Dabei könnt ihr auch gleich die Luftlöcher entfernen.

4. Wer es gerne glänzend haben will, kann noch eine weitere Schicht Lack auftragen, nachdem die erste getrocknet ist. Wenn ihr es lieber matt mögt, hört ihr an dieser Stelle auf.

5. Fertig ist die „neue“ tolle Kommode!

Der Clou an dieser Technik liegt darin, dass es Servietten in so ziemlich jedem Muster und jeder Farbe gibt, die man sich vorstellen kann. Und man kann das Ganze mit jedem Gegenstand machen, der irgendwie alt und verbraucht aussieht und nicht mehr gefällt. Sogar ein alter Schuhkarton kann so noch zu einer schönen Aufbewahrung für das Regal werden und keiner würde auf die Idee kommen, dass mal „Deichmann“ draufgedruckt war. ;-) Ich habe auch schon von Leuten gehört, die damit Steine verschönert und sie auf ihre Terrasse gelegt haben. Euren Ideen sind einfach keine Grenzen gesetzt!

Viel Spaß mit dem Verschönern eurer alten Gegenstände mit der Serviettentechnik wünscht euch eure Kreahexe!